Im Wohngebiet "In de Brinke" v.l.n.r.: Rolf Schürmann, Andrea Kleene-Erke, Andreas Hornung, Christian Elsner, Michael Gierhake

Mit viel Spaß und Interesse nahmen die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Warendorf an der traditionellen Sommerradtour teil.

Sommerferienbedingt in kleiner Runde, aber mit viel Spaß und Interesse nahmen die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion Warendorf an der traditionellen Sommerradtour teil und besuchten Stellen der Emsstadt, an denen sich aktuell viel tut bzw. nach dem politischen Willen der SPD tun soll. Zum Auftakt nahmen die Fraktionsvorsitzende Andrea Kleene-Erke, ihr Vertreter Michael Gierhake aus Freckenhorst, der SPD-Stadtverbands- und Sozialausschussvorsitzende Andreas Hornung, Ratsherr Christian Elsner aus Freckenhorst sowie der sachkundige Bürger im Sozialausschuss Rolf Schürmann die Stelle am 8. Meridian im Emsseepark in Augenschein, an der der Durchstich der „Neuen Ems“ geplant ist. „Wir konnten uns davon überzeugen, dass dort einige große, schöne und ökologisch wertvolle alte Bäume stehen, die der Umsetzung des Ems-Durchstichs zum Opfer fallen werden, und verstehen sehr wohl, dass die Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises ‚Neue Ems‘ und viele andere Bürgerinnen und Bürger darin einen Hauptgrund für das Aufrechterhalten ihrer Forderung sehen, den Emsdurchstich stattdessen über das von der Stadt im vergangenen Jahr erworbene Brinkhaus-Gelände zu führen“, erläuterte die Fraktionsvorsitzende Andrea Kleene-Erke.

 

„Auf der anderen Seite haben wir uns unsere mehrheitliche Zustimmung als SPD-Fraktion im Rat vor einigen Jahren und die zweimalige Bestätigung auf neue Eingaben hin wahrlich nicht leicht gemacht. Unsere umfassende Abwägung der ökologischen, städte- und landschaftsbaulichen sowie finanziellen und förderungsbezogenen Chancen und Risiken der beiden Varianten einschließlich des Hochwasserschutzes ist dabei anders ausgefallen. Wir sehen auch die ökologischen und finanziellen Risiken des etwaigen Leitens der Ems durch ein bis vor rund 20 Jahren industriell genutztes, mutmaßlich bodenbelastetes und versiegeltes Gelände und halten stattdessen die im neuen Rat beschlossene ,Warendorfer Position‘,  die neben öffentlicher Nutzung und grüner Parklandschaft auch sozial ausgewogene Wohnbebauung auf einem Teil dieses Geländes vorsieht, für vertretbar. Daher stehen wir weiterhin hinter dem aktuell laufenden Planfeststellungsverfahren“, so Kleene-Erke weiter. Anschließend ging es über die Lohwallwiesen, wo die Fraktionsmitglieder die ernst zu nehmenden Sorgen der Anliegerinnen und Anlieger – auch der Fischerstraße – vor nach der Umlegung der Ems im westlichen Bereich möglicherweise drängendem Grundwasser diskutierten. Sehr zu begrüßen, so Kleene-Erke, sei es, dass die Planungen insofern geändert werden konnten, dass die am Nordrand der Linnenwiese vorhandenen Bäume weitestgehend erhalten bleiben können.

 

An der für die Anwohner*innen verkehrs- und lärmbelasteten Reichenbacher Straße v.l.n.r.: Andrea Kleene-Erke, Christian Elsner, Andreas Hornung, Michael Gierhake, Rolf Schürmann

 

Im Nordwesten der Kernstadt angekommen nahmen die Mitglieder der SPD-Fraktion die beeindruckenden Baufortschritte des Wohngebietes „In de Brinke“ in Augenschein. „Als Vorsitzender des Sozialausschusses freut es mich besonders zu sehen, dass neben großzügigen Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern auch schon sich gut in die Umgebung einfügende Mehrfamilienwohnhäuser entstanden sind, in denen vor allem die Wohnungsbaugenossenschaft Warendorf bezahlbare Sozialwohnungen vermieten wird“, freute sich Andreas Hornung. „Ohne das Beharren auf unserem SPD-Antrag zum Sozialen Wohnungsbau hätten wir nicht die Bebauungsplanänderungen erreicht, die bei insgesamt gut 500 Wohneinheiten in dem neuen Wohngebiet die Planung und Umsetzung von zumindest rund 110 sozial förderungsfähigen Wohneinheiten ermöglichen“, so Hornung weiter.

 

Unter Inaugenscheinnahme der aktuellen Baustraße und der Vorbereitungen des geplanten Brückenbauwerks über die Ems nutzten die SPD-Mitglieder den entstehenden dritten Bauabschnitt der Stadtstraße Nord, um sich dem letzten Ziel der Sommerradtour, der Reichenbacher Straße, zuzuwenden. „Bei der Stadtstraße Nord hat sich unsere beharrliche Haltung, dass der Ausbau des letzten Abschnitts dringend nötig, aber nur mit erheblicher Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen finanzierbar ist, ausgezahlt. Jetzt entsteht der Abschluss des Halbkreises im Norden unserer Stadt mithilfe der öffentlichen Förderung durch das Land“, freute sich Fraktionsvize Michael Gierhake. Er betonte zudem, dass sich bei dem Thema „Tempo 30“ ebenfalls Beharrlichkeit auszahle: „Bei der Ortsdurchfahrt von Freckenhorst haben wir auch mehrere Anläufe und Durchsetzungsvermögen gebraucht, um zu erreichen, dass dort jetzt für einen langen zusammenhängenden Abschnitt zum Anwohner- und Einrichtungsschutz Tempo 30 gilt und auf der anderen Achse Richtung Westkirchen die Lärmschutzbelange fachlich geprüft werden. Genauso beharrlich werden wir darauf achten, dass die Stadt Warendorf gegenüber der Einmischung des Kreises standhaft bleibt und den ohne Zweifel zulässigen Ratsbeschluss zur Einrichtung von durchgehend Tempo 30 auf der Reichenbacher Straße zeitnah umsetzt. Diese Lärm- und Umweltschutzmaßnahme haben sich die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner schon lange redlich verdient.“ Zum Abschluss kehrten die fünf SPD-Fraktionsmitglieder im Garten der Fraktionsvorsitzenden Andrea Kleene-Erke ein und ließen die Sommerradtour bei Pizza, Pasta, Bier und Wein gemütlich ausklingen.