Rathausecho 13.04.2019 (Andrea Kleene-Erke)

Das Thema „Emsinsel“ bewegt schon sehr lange die Warendorfer Bevölkerung. Jetzt scheint endlich Bewegung in die verfahrene Situation zu kommen. Mit Hilfe eines Moderatorenverfahrens wird versucht, zu Lösungen für die Nachnutzung der Industriebrache zu kommen und die unterschiedlichen Positionen zu einer „Warendorfer Meinung“ zu bündeln. Die SPD-Fraktion begrüßt das Moderatorenverfahren ausdrücklich und sieht es als Möglichkeit, den eher festgefahrenen Diskussionen einen Impuls von außen zu geben, um doch noch zu einem tragbaren Kompromiss für die Emsinsel zu kommen. Im Vorfeld fanden jetzt Gespräche der Moderatoren mit 14 Warendorfer Initiativen, Institutionen und Parteien statt. Diese und die parallel durchgeführte Bürgerumfrage dienen nun als Grundlage, die einzelnen Positionen als Vorbereitung für das 1. Werkstattgespräch am 11. Mai aufzubereiten.

Ob es klug ist – wie die CDU Fraktion vor einiger Zeit – mit einer festgezurrten Meinung vorzupreschen und dem Moderatorenverfahren vorzugreifen, sei dahingestellt. Wir als SPD-Fraktion glauben, wir haben nur eine Chance auf eine gute Lösung, wenn wir auch neue Denkangebote zulassen, uns austauschen und gemeinsam versuchen zu einem Ergebnis zu kommen. Dazu sind wir bereit. Daher gehen wir offen und ohne vorgefertigte Positionen in das Moderatorenverfahren. Aber auch für uns gibt es Leitplanken, die für uns wichtig sind, und es gibt einige Punkte, die für uns ausgeschlossen sind. Dies sind insbesondere ein großflächiger Einzelhandel und eine hoch verdichtete Bebauung.

Kompromisslinien könnten (im Konjunktiv!) für uns sein:

  • Eine Kombination von Bebauung und Grün, die aber keine weitere Flächenversiegelung zur Folge haben sollte. Ideen könnten zum Beispiel ein Stadtplatz mit Zugang zum Wasser, kleinteiliger Strukturierung und hoher Aufenthaltsqualität sowie Nutzungsangebote für alle Zielgruppen und Sitzplätze sein. Auch Gastronomie, ein Jugend- Hostel/Hotel, gut integriert in die Umgebung, könnten wir uns vorstellen.
  • Wohnen mit einer übersichtlichen Anzahl Wohnungen, freifinanziert und sozial gebunden in Verbindung mit dem denkmalgeschützten Bereich
  • Einbeziehung von Elementen der Textilgeschichte
  • Parkplätze: für Menschen aus Warendorf Nord, die Veranstaltungen in der Innenstadt besuchen

Wichtig ist es für uns, dass alle Lösungen angemessen und zu keiner weiteren Flächenversiegelung für die Insel (Industriebrache inkl. angrenzendes Privatgelände) führen.
Und wer weiß, vielleicht kommt es zu ganz neuen Impulsen aus den Werkstattgesprächen. Wir sind gespannt auf die kommenden Werkstattgespräche und hoffen darauf, dass es durch das Moderatorenverfahren zu einem breiten Austausch und letztendlich zu einer guten Lösung für die Emsinsel kommt.
Mein Wunsch: Bitte beteiligen sie sich an den beiden Perspektivgesprächen am 11. Mai und 29. Juni und helfen Sie mit, gemeinsam zu einer nachhaltigen Lösung für die Nachnutzung der Emsinsel zu kommen.

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